Bunter Abend 2020

Wir bedanken uns bei Allen die zum gelinegen unseres Bunten Abend beigetragen haben !! DANKESCHÖN !!

Närrisch Nächte auf spanische Art

Die Hartheimer Rheingeister feierten bei zwei bunten Abenden

Farbenfrohe Folklore beim Schlussauftritt – passend zum spanischen Motto der bunten Abende

Von Otmar Faller

Hartheim am Rhein

Auch in diesem Jahr haben es die Rheingeister wieder geschafft, an zwei Bunten Abenden mit ihrem närrischen Programm mit dem Titel „Spanische Nacht“ das zum größten Teil kostümierte Publikum in der fastnächtlich geschmückten Rheinhalle in Hartheim am Rhein zu begeistern. Hauptthemen waren natürlich die „wichtigsten Neuigkeiten“ aus allen Ortsteilen, aber auch der Nachwuchs zeigte sich mit seinen gut einstudierten Auftritten von seiner besten Seite.

Eröffnet wurde der närrische Reigen mit dem Einmarsch der beiden Vorstände Anja Amann und Milan Schulz, die mit ihrem närrischen Gefolge, unter ihnen auch die beiden Ehrennarren Alfons Hauser und Hubert Ritzenthaler, die damit schon zum 56. Mal bei einem Bunten Abend dabei waren, die erwartungsvollen Zuschauer begrüßten und mit flotten Sprüchen willkommen hießen.
Anschließend übergaben sie die Mikrofone an die charmant gestylte Lena Kiefer und den rustikal auftretenden Matze Vogel, die beide mit eigenem Humor durch das Programm führten. Moderne Musik gab es auch, dafür sorgte die Partyband „Happy Melodie“. Mit dem Narrensamen hießen sie auch gleich die erste Gruppe auf der Bühne willkommen. Die kleinen Narren zeigten dem Publikum, was sie von den Trainerinnen Melanie Braun und Renate Binninger gelernt haben.
Über leidige Probleme mit ihren Männern beklagten sich anschließend recht rustikal die „Weiber“ (Sabine Thoma, Petra Grathwol, Ilona Ritzenthaler und Doris Knobel), die es gar nicht so schlimm fanden, wenn die Männer später aus der Wirtschaft nach Hause kommen, weil frau dann länger ihre Ruhe hätte.
Schöne Kostüme und ein choreografisch gut vorgetragener Auftritt von begeisterten jungen Mädchen waren anschließend die besonderen Attribute beim Kinderballett „Spanischer Tanz“, einstudiert von Marisa Müller und Melissa Huslisti, die mit großer Eleganz über die Bühne wirbelten und für entsprechende Vielfalt und ein optisches Highlight sorgten.
Dann standen die passenden Getränke auf dem Tisch, bereit für die Waschweiber (Joachim Schulz, Robi Schmidt und Alfons Ritzenthaler), die bei ihrer „Tratscherei“ unter anderem von dem Feldkircher Gast erzählten, der den Dreikönigsball der Hartheimer Trachtenkapelle in Hartheim besuchte und dabei ein Schnitzel serviert bekam, welches ganz verbrannt war. „Beschwere dich doch“, sagte sein Tischnachbar. „Kann ich doch nicht“, entgegnete der Feldkircher Gast, „es sind doch die Feldkircher Musikkameraden, die in der Küche arbeiten“. Da aktuell in Berlin bei Hertha BSC Trainer Klinsmann das Weite suchte, wussten sie auch, dass der Ehrennarr Hubert Ritzenthaler der nächste Trainer von Hertha sein wird, weil ja schließlich der Hubert seine Frau „Herta“ ja am besten kennen würde.

Der Bürgermeister eignet sich kaum noch als Zielscheibe

Einen besonderen Auftritt gab es nach der anschließenden Pause von den „Zunftmädels 50 plus“ unter der Leitung von Sabine Thoma, die als „edler Ritter“ mit ihren kunstvoll hergestellten Pferden über die Bühne wirbelten und dabei auch keinen Zweikämpfen untereinander aus dem Wege gingen. Doch plötzlich kam Herausforderer „Egge“ angetrabt. Er wurde zwar von dem „Ritter Sabine“ als „Kleiner Kerl“ verspottet, schaffte es aber gleich im ersten Anlauf, „diesen“ im Zweikampf zu besiegen und „vom Pferd zu stoßen“. Das Publikum war begeistert.
Diesem tollen Auftritt folgte der anmutige Tanz des Teenie Balletts mit exakter Choreografie. Dabei war es eine Augenweide, den geschmeidigen jungen Damen in ihren schönen Kostümen zuzusehen, deren Tanz von Laura Schulz und Anna Huber einstudiert wurde.
Anschließend übernahm die Böbetanzgruppe „Polizei“ mit ihrem geheimnisvollen und gespenstischem Einmarsch und artistischen Einlagen die Bühne und demonstrierte damit auch ihre sportliche Fitness. Einstudiert wurde dieser Auftritt von Cristina Bauer und Anja Amann und Letztere war es auch, die der von ihr gegründeten Gruppe zu ihrem zehnjährigen Jubiläum gratulierte.
In dem anschließenden Sketch zwischen Dave Ritzenthaler und Matze Vogel ging es hauptsächlich um kleine diebische Männchen aus verschiedenen Ländern, deren Dialekte die beiden in hervorragender Weise imitieren konnten.
Nach diesem sprachlich hervorragenden Auftritt gehörte die Bühne den Tanzmädels „Hiphop“, deren glanzvolle Darbietung in jeder Beziehung mit dem Auftritt des Teenie Balletts vergleichbar war. Einstudiert wurde dieser Tanz von Vanessa Becherer und Desiree Greinhofer.
Zu einem besonderen Highlight gestaltete sich traditionsgemäß der Auftritt der Gebrüder Narr (Jörg Stoffel, Joachim Schulz, Robi Schmidt, Hubert Huslisti, Alfons Ritzenthaler und am Keyboard Egbert Ritzenthaler). Nach der Präsentation von einigen „Kalauern“ stiegen die Protagonisten auch in die große Politik ein und besangen auf die Melodie der „Schwäb’schen Eisebahne“ auch aktuelle Themen wie „Diesel soll’n auf einmal stinken, Dieselautos soll’n verschwinden, Elektroautos soll man kaufen, weil die keinen Diesel saufen“. Aber auch die lokale Politik kam nicht zu kurz. Vor allem „beschwerten“ sich die Gebrüder Narr über den Bürgermeister, über den es – anders als in früheren Zeiten – nichts mehr zu „meckern“ gäbe. Und so sangen sie auch frisch drauf los „Es gibt keine Themen mehr, unsere Blätter bleiben leer, seit Amtsantritt von Ostermaier, Gebrüder Narr stirbt aus, ohweier.“ Das dazugehörige „Trula trula la“ wurde vom Publikum mit großem Beifall mitgesungen.
Beim großen Finale versammelten sich alle Aktiven auf der Bühne zu einem farbenprächtigen Bild. Nach Soloeinlagen von Joachim Schulz und Robi Schmidt sangen alle mit Inbrunst das traditionelle Rheingeisterlied, bevor alle Narren vom begeisterten Publikum mit lang anhaltendem Beifall entlassen wurden.