Bunter Abend

Bunter Abend 2019

                                                22. & 23. Februar

55 Jahre Rheingeister – Zeitreise 1964 bis 2019

Vorverkauf -Termin : 10. Februar 11:11 Uhr Rheinhalle, alle Plätze 10,-€

 

 

 

Bunter Abend  2018

Wir holen den Schwarzwald auf´s Land ..

Von Sturmtiefs und Rollatoren

Die Hartheimer Rheingeister wirbeln bei zwei Bunten Abenden  2018
FOTOS: Otmar Faller
Von Otmar Faller
Hartheim am Rhein

Die Rheingeister haben es in diesem Jahr geschafft, mit ihrem närrischen wie tollen Programm an den zwei Bunten Abenden den Schwarzwald in die Hartheimer Rheinhalle zu verlegen. Alles hat gepasst, die tolle Kulisse, das kostümierte Publikum. Die zwei wichtigsten Themen des Abends waren natürlich die Rückschau auf die Bürgermeisterwahl und die Neuigkeiten aus dem Dorfgeschehen.

Bereits die Eröffnung des Programms mit dem Einzug der gesamten Narrenschar mittels einer dargestellten virtuellen Busreise der Vorstandschaft mit Ober-Narr Milan Schulz in den Schwarzwald gestaltete sich originell. Musikalisch inspiriert wurde der Aufmarsch von den Solo-Arien seines Vaters Joachim Schulz. Mit dabei waren auch die beiden Ehrennarren Alfons Hauser und Hubert Ritzenthaler. Moderiert wurde der Abend – natürlich schick und in Schwarzwälder Tracht gekleidet – von der s charmant auftretenden Lena Schmid und musikalisch begleitet wurde das Programm von der Partyband „Happy Melodie“.
Der Narrensamen, also die Kleinen der Rheingeister, zeigten sich auf der Bühne als Fans des SC Freiburg. Mit einem anmutigen Tänzchen, alle ausgestattet mit den entsprechenden Trikots, eroberten sie die Bühne. Einstudiert wurde dieser Auftritt von Meli Braun und Renate Binninger.
Die besten Nachrichten aus dem Dorfgeschehen erfuhren die Zuschauer von den Waschweibern, dargestellt von Joachim Schulz, Robi Schmidt und Alfons Ritzenthaler. Sie stellten fest, dass sie jetzt nicht mehr vom Sturmtief „Kathrin“ heimgesucht werden konnten und ein Schelm war natürlich, wer das mit der früheren Bürgermeisterin Kathrin Schönberger in Verbindung brachte. Lob hatten sie dagegen für den neuen Bürgermeister parat, „der schafft wie ab und sei noch nie krank gewesen“, stellten sie, nicht ganz frei von Hintergedanken fest.

Trulla, trulla, trullala, Ostermaier isch jetzt da

Aber sie wussten auch die Geschichte von dem „Bremgartner“ zu erzählen, der in Hartheim mit dem Fahrrad auf dem Peter-und-Paul-Fest gewesen sei. Auf dem Heimweg ist er gestürzt, fuhr dann aber weiter, leider aber wieder in Richtung Hartheim. Am Eingang des Dorfes sah er eine Tankstelle. Da es in Bremgarten gar keine solche mehr gibt, wurde ihm klar, dass er wieder in Hartheim angekommen ist. Schöne Kostüme und ein choreografisch gut vorgetragener Tanz von begeisterten jungen Mädchen waren die besonderen Attribute beim Kinderballett, „Après Ski“, einstudiert von Silke Schulz und Melissa Huslisti, die nach dem Auftritt der Waschweiber unter der Melodie „Sweet Caroline“ über die Bühne wirbelten.
Etwas rustikaler ging es bei den zwei arbeitssuchenden Bäuerinnen zu, dargestellt von Meli Braun und Julia Grathwol. „Wir können alles, auch melken“, behaupteten sie in ihrer launischen, auch mit Kraftausdrücken gespickten Büttenrede und demonstrierten ihre Künste gleich „handfest und hautnah“ an einem männlichen Gast aus dem Publikum, den sie zum Mitmachen beim „Melk-Kurs“ überreden konnten. Einen besonderen Höhepunkt gab es anschließend von den „Zunftmädels 50+“, die als Seniorinnen der Zukunft mit ihrem Rollatoren-Tanz eine originelle Show veranstalteten und für ausgelassene Stimmung sorgten. Nach der ersten Pause huschte „Frau Wäber“ alias Mathias Vogel, bekannt aus dem Fernsehen, über die Bühne, Motto: „Ich bin zu sexy für diese Welt“, machte aber die Bühne gleich wieder frei für das Teenieballett, das in bunten Kostümen seine Tanzkünste zum Besten gab. Einstudiert wurde diese Gruppe von Desiree Greihofer und Vanessa Becherer.
Wie es im Wartezimmer eines Arztes zugeht, demonstrierten die Aktiven der Zunft. Viele hatten Nachwehen vom Bunten Abend tags zuvor und so war es tatsächlich fraglich, ob einige Patienten nicht noch Blut im Alkohol hatten. Besonders ein Patient (Martin Greinhofer) fiel dabei besonders aus der Rolle und musste dafür auch einige Watschen von den Mitpatienten einstecken. Mit exakter Choreografie sorgten die Zunftmädels „Schwarzwaldgnome“ mit ihrem Tanz unter der Leitung von Nicole Schwörer für die Vielfalt des Abends und gaben anschließend die Bühne frei für die Gebrüder Narr, bestehend aus Jörg Stoffel, Joachim Schulz, Robi Schmidt, Hubert Huslisti und Alfons Ritzenthaler und am Klavier Egbert Ritzenthaler, die „im Jahr eins nach Kathrin“ mit ihrem aktuellen Song „Mit der schwäbsche Eisebahne, isch de Vogt nach Harde gfahre, über Schwarzwald – Pfullendorf, isch er jetzt in unserem Dorf“ ihren musikalischen Einstand gaben. Weiter ging’s mit „Trulla trulla trullala, Ostermaier isch jetzt da, Dachtraufschwabe soll er sei, und führt von jetzt an unsere Gmei“. Auch der Umstand, dass Ostermaier ein Schwabe ist, war für sie kein Problem. „Badener und Schwobe sind wie Wienerle und Frankfurter“ meinten sie, das sei „alles Wurscht“.
Jugendlichen Übermut und den entsprechenden Schwung zeigten die jungen Wilden der Rheingeister bei ihrem „Böbedanz der Waldarbeiter“, einstudiert von Crissi Bauer und Anja Amann und anschließend gab es ein nostalgisches Tänzchen von „Dick und Doof“, überaus originalgetreu dargestellt von Dave Ritzenthaler und Franz Laible. Den Schlussauftritt gestalteten die Aktiven der Rheingeister unter der Leitung von Sabine Thoma und Anja Amann. Farbenprächtige Tänze mit glänzenden Bühnenbildlern wechselten sich ab und Frau Wäber tanzte mit einem Schwarzwalduhrenhändler (Moritz Vogel). Unter den musikalischen Klängen einiger Blechbläser versammelten sich alle Aktiven auf der Bühne und sangen begeistert ihr traditionelles Rheingeisterlied ganz zur Freude der Zuschauer.

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Bunter Abend  2017   

Bericht aus der Badischen Zeitung von Otmar Faller

Wenn Hartheim bei Las Vegas liegt

Tolle Bühnenbilder, flotte Tänze und sogar Donald Trump gab sich die Ehre: Die Rheingeister sorgten bei ihren bunten Abenden in der Rheinhalle in Hartheim für Begeisterung.

Mit einem vierstündigen Programm haben es die Rheingeister wieder geschafft, an zwei bunten Abenden, gespickt mit Neuigkeiten aus dem Dorfgeschehen sowie mit Tanz mit der Kapelle „Happy Melodie“, das Publikum in der voll besetzten Rheinhalle zu begeistern. Passend zum Motto „Las Vegas“ gab sich US-Präsident Donald Trump die Ehre, während die beiden jungen Vorstände Milan Schulz und Dave Ritzenthaler als „Siegfried und Roy“ die bunte Narrenschar anführten, darunter die Ehrennarren Alfons Hauser und Hubert Ritzenthaler.
Allerdings waren es nach dem Einzug des Elferrates und der gesamten Narrenschar die ganz Kleinen, der „Narrensamen“, unter Leitung von Meli Braun und Renate Binninger, die als Cowboys unter den Klängen der altehrwürdigen „Bonanza-Melodie“ die Bühne vorsichtig erschnupperten und mit einem gut einstudierten Tanz den Abend eröffneten. Moderiert wurde der Abend von Sabine Thoma, welche die erkrankte Lena Schmidt ersetzten musste und von den Zuschauern mit großem Beifall motiviert wurde. Und dann kam er auch schon, der neue US-Präsident Donald Trump, dargestellt von Wolfgang Riesterer, dessen wichtigste Botschaft in seinem postfaktischen Gefasel immerhin die Nachricht enthielt, dass die Hartheimer Fasnet mit ihrem Schlachtruf „Hauptsach Egal“ das Größte (Great Again) sei. Seine Mimik und Aussprache kamen dem Original sehr nahe und er verstand es auch gesanglich Stimmung zu machen, wurde aber dann, nachdem er wie das Original weitere unliebsame Sprüche von sich gab, unter großem Beifall von seinen Leibwächtern abgeführt. Zurück in Las Vegas boten die Zauberkünstler Milan Schulz und Martin Greinhofer ihre Tricks, die überraschend auch klappten. Mitgestaltet wurde die Show auch von den Zauberlehrlingen Timo und Marco Bernauer.

Mit einem eindrucksvollen Showtanz in bunten Kostümen sorgte anschließend das Kinder-Ballett unter der Leitung von Melissa Huslisti und Silke Schulz für Aufmerksamkeit. Eine tadellose Leistung. Und dann kamen sie auch schon, die drei Waschweiber Joachim Schulz, Robi Schmidt und Alfons Ritzenthaler als Stewardessen verkleidet, die schon seit über 25 Jahren bei den Rheingeistern die neuesten Nachrichten verkünden. Und so spitzten die Zuschauer die Ohren als sie erfuhren, dass der Salmenwirt Rolf Imm sich über ein falsch geparktes Auto in seinem Bereich beschwerte und sich dann allerdings belehren lassen musste, dass es sein eigenes war. Weiterhin hätte bei Vonarb-Sepp die Polizei geschellt und ihn gefragt, ob er einen Affen hätte, was dieser verneinte, weil er schon drei Wochen nicht mehr ins Lambert´s gewesen sei. Des Rätsels Lösung war, er hatte eine Stoff Attrappe als Vogelscheuche im Garten aufgestellt. Nach einer kurzen Pause war es dann der eindrucksvolle und farbenprächtige Zunftauftritt „Casino“, einstudiert von Sabine Thoma und Anja Amann, der die schillernde Atmosphäre von Las Vegas wiedergeben sollte. Beinahe alle Aktiven der Rheingeister beteiligten sich dabei als Musiker, Marktfrauen, Tänzerinnen, Revuegirls, ja sogar Elvis Presley, dargestellt von Wolfgang Riesterer, sang das legendäre „Muss i denn zum Städtele hinaus“. Pudelwohl fühlten sich anschließend die Mädchen vom Teenie Ballett bei ihrem Showtanz, einstudiert von Vanessa Becherer und Desiree Greinhofer. Ihnen bei ihrer Choreografie zuzusehen war eine Augenweide und als einziger Junge schaffte es nur Robin Binninger, in diesen erlauchten Kreis aufgenommen zu werden. Eine geforderte Zugabe wurde gerne bewilligt. Einen besonderen Auftritt hatten Matze Vogel als Bauchredner und Dave Ritzenthaler als Kanarienvogel. Der eine wollte erwachsen, der andere lustig sein. Offensichtlich bekam der Papagei immer mehr die Oberhand, was Matze veranlasse, diesen wieder in seinen Käfig einzupacken.

Lachsalven am laufenden Band über deren tiefgründigen Witze gab es beim Auftritt der „Gebrüder Narr“, bestehend aus Alfons Ritzenthaler, Joachim Schulz, Robi Schmidt, Hubert Huslisti, Jörg Stoffel und Egge Ritzenthaler am Klavier, eine närrische Institution, bestehend seit über 25 Jahren. Unter dem Titel „Sieben Jahre ist sie da“ besangen sie den politischen Lebenslauf der Bürgermeisterin, der es manchmal kalt und heiß wird und bei der manchmal auch die Nerven blank liegen würden. Musikalisch bearbeiteten sie auch gewisse Ereignisse des Dorfgeschehens, darunter auch den Besuch von Günter Oettinger beim Neujahrsempfang.

„Einer ist der Chef und der andere der Ehemann“

Einen Hauch von Las Vegas vermittelten auch die „Wieber“, dargestellt von Sabine Thoma, Doris Knobel, Ilona Ritzenthaler und Petra Grathwohl, die als „Las- Vegas-Show-Girls“ eine Tanzeinlage nach der anderen absolvierten und deren Männer zu Hause aber wohl nicht mehr zur neuen Couch passen würden. Ihre Sprüche aber, von denen einer lautete „ich sag halt immer, einer ist der Chef, der andere der Ehemann“, hatten es alle in sich. Das große Finale wurde mit der „Böbedanzgruppe „Hangover“, einer Horde Junggesellen bestehend aus finsteren Gestalten, in die Wege geleitet, die sich mit einem wilden Tanz, der von Anja Amann einstudiert wurde, in Las Vegas austobten. Anschließend füllte sich die Bühne mit allen Aktiven, denen Milan Schulz für ihr großes Engagement dankte. Inbrünstig besangen alle gemeinsam die schöne Zeit der Fasnet in Hartheim, ehe die gesamte Narrenschar mit großem Applaus vom Publikum verabschiedet wurde.

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Bunter Abend 2015

Segel setzen in Richtung Narretei, von Otmar Faller – Badische Zeitung

Bei ihrem Zunftabend begeben sich die Hartheimer Rheingeister auf eine kurzweilige Suche nach dem grünen Schatz.

HARTHEIM AM RHEIN. Klar Schiff, Segel setzen und Leinen los – alle Energie für die Suche nach dem grünen Schatz, so lautete der Befehl von Piratenkapitän Robi Schmidt am Bunten Piraten-Abend der Rheingeister, als er mit seiner Mannschaft in die voll besetzte Rheinhalle einzog und die Bühne besetzte. Weibliche, männliche, junge und ältere Piraten in bunten Kostümen, ja sogar die beiden Ehrennarren Alfons Hauser und Hubert Ritzenthaler waren dabei und stellten sich in den Dienst der Piraten-Mannschaft nach der Suche nach dem grünen Schatz. Nicht zu kurz kamen an diesem Abend auch Neuigkeiten aus der Gemeindeverwaltung, aber auch über gewisse Vorkommnisse einiger Mitbewohner wussten die Narren bestens Bescheid.
Eröffnet wurde das Programm mit einem Piratentanz vom „Narrensamen“, also von den ganz kleinen Narren, unter der Leitung von Meli Braun und Renate Binninger. Für die meisten der jungen Piraten eine Bühnenpremiere, für die sie mit großem Beifall verabschiedet wurden.

Durch das Programm führte – natürlich ebenfalls schick im Piratenkostüm verkleidet – Lena Schmidt, die anschließend einen „Klavierauftritt“ von Milan Schulz, Dominik Leonhard und Martin Greinhofer ankündigte, der sich allerdings als „schräge Nummer“ dreier junger Burschen entpuppte, die mit ihren Gags, besonders bei ihrem Abgang, für (fast) nackte Tatsachen sorgten. Begeisterte Kinder, schöne Kostüme und ein choreografisch gut vorgetragener Tanz, das waren die schönen Attribute beim Kinderballett „Pipi Langstrumpf“. Geleitet wurde diese Tanzgruppe von Melissa Huslisti und Silke Schulz.

Anschließend war die Bühne frei für die „Gebrüder Narr“, bestehend aus Jörg Stoffel, Joachim Schulz, Robi Schmidt, Hubert Huslisti, Alfons Ritzenthaler und ihrem Musikus Egbert Ritzenthaler, die mit ihrem gelungenen Auftritt ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum feiern konnten und mit ihren Songs „fastnächtlichen Schwung in die Bude brachten“. „Wittewittewit, mi Frau het Gripp, sie litt im Näscht und ka nit mit, ja ja, so schön isch’s Läbe“, sangen sie begeistert. Aber auch die Gemeindepolitik kam nicht zu kurz. „Sagt wo kommt der Strom wohl her, aus der Steckdose, bitte sehr“, sangen sie mit Inbrunst im Hinblick auf das Strom-Debakel im Gemeinderat und auch das Schreiben der Bürgermeisterin an den französischen Staatspräsidenten war für sie ein dankbares Thema.

Jugendlichen Übermut zeigten die jungen Wilden der Rheingeister beim „Böbetanz“. Sie wurden zwar zuvor von ihrer Trainerin Anja Schmidt „gezähmt“, wirbelten aber trotzdem mit ihren farbenprächtigen Bären-Kostümen und wilden Tänzen bärenstark über die Bühne. Tratsch und Klatsch gab es anschließend frei Haus, denn die Bühne gehörte den Waschweibern, dargestellt von den Hauptakteuren der Rheingeister, nämlich Joachim Schulz, Robi Schmidt und Alfons Ritzenthaler. Sie wussten genauestens darüber Bescheid, dass sich die Gemeinderäte mit „Limbo-Übungen“ im Ratsaal fit machen würden, um abnehmen zu können. Auch über ein Mitglied der „Hardemer Bäseridder“ wurde getratscht, der nach einer Veranstaltung bei der Fahrt nach Hause im Bus eingeschlafen ist und vom Fahrer der Firma Rast beim Reinigen des Busses aus seinem Rausch geweckt wurde. Zu allem Unglück hat er beim Nachhauseweg beim Kreisverkehr in der Hausener Straße die falsche „Ausfahrt“ genommen und ist im Kieswerk Knobel gelandet.

Einen Augenschmaus gab es, als die in bunten Kostümen gekleideten Mädchen vom „Teenie-Ballett“ ihre Tanzkünste zum Besten gaben. Einstudiert wurde dieser Tanz von Babsi Kratt und Desi Greinhofer. Gespräche über Themen von Frauen im gesetzteren Alter unter sich gab es an diesem Abend von den „Weibern“, dargestellt von Petra Grathwol, Ilona Ritzenthaler und Sabine Thoma. Eine von ihnen suchte schon längere Zeit einen Mann, während die andere gleich 150 Tabletten einer verschriebenen Medizin einnahm, um richtig in Ekstase zu kommen.

Inzwischen suchte Robi mit seinen Piraten immer noch nach dem grünen Schatz und kam dabei mit seinem Gummiboot auch an den Rhein bei Köln. Den Schatz findet er dort zwar nicht, dafür aber Kölner Jecken, gespielt von den jungen wilden Herren der Rheingeistern, die einen kessen Gardetanz mit anmutigen Bewegungen auf die Bretter zauberten. Selbst ein Banküberfall, allerdings einer der besonderen Art, sorgte für ausgelassene Stimmung. Dave Ritzenthaler und Matze Vogel meldeten diesen sogar beim Banker Milan Schulz vorher an und bestellten bei ihm per Telefon auch noch ein Taxi zur Flucht. Zum Schluss gab es im gemeinsamen Einverständnis noch ein Überfallprotokoll, das von den Bankräubern persönlich unterschrieben wurde. Eine gut gespielte Geschichte.

Das große Finale wurde mit dem Abschlusstanz der jungen wilden Damen der Rheingeister unter der Leitung von Nicole Schwörer eingeleitet, die als tanzende Omas einliefen, sich aber umgehend in grazile junge Tänzerinnen verwandelten. Und tatsächlich haben die beiden Ehrennarren, Alfons Hauser und Hubert Ritzenthaler, den sagenhaften grünen Schatz gefunden. Es war natürlich das grüne Häs der Rheingeister. Die Bühne wurde in die Wirtsstube des Gasthauses „Lamberts“, dem Stammlokal der Rheingeister, verwandelt, und der Fund wurde stürmisch mit allen Aktiven und Hästrägern gefeiert. Nicht zu überbieten dabei war der Auftritt von Sabine Thoma. Sie imitierte derart gekonnt mit Kleidung, Figur und Gestik die beliebte Wirtin „Rita“, dass das Double vom Original fast nicht mehr zu unterscheiden war. Die Halle tobte und mit dem bekannten Rheingeisterlied, begeistert von allen Aktiven gesungen, endete das gelungene Programm unter großem Beifall des Publikums

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Bunter Abend 2014

Musikalisch, graziös und saukomisch –

Bericht von Otmar Faller / Badische Zeitung !

Die Rheingeister aus Hartheim boten ihrem Publikum in der Rheinhalle einen wahrhaft bunten Abend mit dem Motto „Österreich“.

HARTHEIM AM RHEIN. „Österreich“ war das Motto der Rheingeister der Bunten Abende in der Rheinhalle, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. In entsprechender Tracht gekleidet und mit mehr oder weniger gut parodiertem österreichischen Dialekt präsentierten sich die Narren dem kostümierten Publikum und vergaßen dabei nicht, das Neueste über Gemeinde beziehungsweise gewisse Vorkommnisse einiger Mitbewohner zu berichten. Eröffnet wurde das närrische Geschehen mit einem „Pflaumentanz“, präsentiert von Anja Schmidt, Silke Schulz, Simone Knobel, Tanja Pfrengle, Alex Kratt und Christian Link. Getanzt wurde eigentlich nicht, vielmehr streckten die Protagonisten ihre bemalten Köpfe aus der bunten Leinwand, wippten im Rhythmus, begleitet zur entsprechenden Musik und sorgten so für die entsprechende „Lachnummer“.

Eine Hommage an die gewonnene Fußballweltmeisterschaft zeigte der „Narrensamen“ mit einem Tänzchen unter der Leitung von Meli Braun und Renate Binninger. Dass der Moderator Björn Diestelhorst auf seinem Nationaltrikot nur drei statt vier Sterne hatte, tat der guten Stimmung keinen Abbruch.

Die Gruppe Hauser feierte ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum. Ihre Mitglieder wirbelten in verschiedenen Kostümen über die Bühne, zeigten mit ihren gut einstudierten Tänzen Glanznummern aus den vergangenen 25 Jahren und stellten selbstbewusst fest, dass sie auch nach so langer Zeit immer noch jung genug seien und nichts verlernt hätten, was durch den Beifall des Publikums bestätigt wurde. Ehrennarr Alfons Hauser, in diesem Jahr immerhin 80 Jahre alt geworden, war in diesem Geschehen mittendrin.

Ein großes Problem gab es bei den Gebrüdern „Narr“, dargestellt von Jörg Stoffel, Joachim Schulz, Robi Schmidt, Hubert Huslisti und Alfons Ritzenthaler. Sie mussten ohne ihren Musikus und Original der Harder Fasnet, „Egge“, auskommen, der nach einem Sturz ausgefallen war. So besangen sie ohne Keyboard-Begleitung die neuesten Ereignisse, zum Beispiel, dass die Poststelle einem Lokal weichen muss: „Die Post in Hartheim muss bald weg, welch ein Schreck. Post haut ab, jetzt gibt’s Kebab, Kebab.“ Natürlich gab es auch Gesänge über Vorkommnisse im Rathaus, die im Publikum für große Heiterkeit sorgten. Mit einem tollen Auftritt präsentierte sich das Teenie-Ballett, einstudiert von Barbara Kratt und Desirée Greinhofer.

Wenn mit der Handtasche der tote Hund geklaut wird

Wer kennt sie nicht, die Geschichte „Dinner for one“, die von den jungen Wilden der Rheingeister bravourös nachgestellt wurde. Moritz Vogel spielte perfekt den trinkenden Diener von Miss Sophie, deren Rolle gekonnt von seinem Bruder Matthias übernommen wurde. Ausgesprochen musikalisch ging es bei der Tanzgruppe „Burlesque“ mit bunten Kostümen und anmutigen Bewegungen zu – ein echter Augenschmaus. Endlich kamen auch die Waschweiber zum Zuge, die es sich in einem Wiener Kaffee-Haus gemütlich gemacht hatten, um sich die neuesten Geschichten zu erzählen. Die Schönste davon war wohl die von den Hartheimer Damen, die bei einer Shopping-Tour nach Karlsruhe auch ihren Hund mitgenommen hatten, der allerdings bei einer Einkehr in einem Gasthaus unerwartet verendete. In ihrer Not packten die Damen den toten Hund in eine neue Prada-Einkaufstasche. Um die weitere Entsorgung mussten sie sich keine Gedanken mehr machen: Als sie zu Hause den Zug verlassen wollten, war die Tasche samt Hund gestohlen. Begeisterung im Publikum gab es durch die von Lena Schmid angesagten „Funkenmariechen“, die sich als Jungs von den jungen Wilden der Rheingeister entpuppten und in atemberaubendem Tempo und guter Choreografie über das Parkett rauschten.

Staunen durfte das Publikum, als „Kaiser“ Franz Beckenbauer, treffend parodiert von Dave Ritzenthaler, in Hartheim Station machte. Interviewt von Michael Steinbrecher (Björn Diestelhorst) erzählte der Kaiser mit waschechtem bayerischen Akzent auch aus seiner speziellen Beziehung zu Hartheim, da er mit Hubert Birkenmeier, der dort auch unter dem Spitznamen „Niesel“ bekannt sei, bei Cosmos New York Fußball gespielt habe.

Was wäre Wien ohne die Lipizzaner, die die Damen der Zunft zum „Steckenpferd“ machten und auf ihrem hölzernen Untersatz über die Bühne ritten. Einstudiert wurde diese Nummer von Annika Joos und Julia Grathwol. Zum Höhepunkt des Abends mutierte die Schlussnummer mit einer gelungenen Kopie des Wiener Opernballs, wozu Mörtel Lugner (Wolfgang Riesterer) viele Prominente, unter ihnen Bundeskanzlerin Angela Merkel (Sabine Thoma), Jogi Löw (Dominik Leonhardt), Falco (Joachim Schulz) und Andreas Gabalier (Robi Schmidt) eingeladen hatte. Mit gutem österreichischem Dialekt moderierte „Mörtel“ seinen Opernball selbst. Beim anschließenden „Kaiserwalzer“ drehten sich die Tanzpaare graziös im Walzertakt und viele der Damen freuten sich über diese Gelegenheit, wieder einmal ihr Hochzeitskleid präsentieren zu können, sofern es noch passte. Beim anschließenden Finale füllte sich die Bühne mit allen Teilnehmern und der Applaus wollte kein Ende nehmen, als sich die Narren mit der Interpretation des selbst verfassten Rheingeisterliedes „Hauptsach Egal“ von ihrem begeisterten Publikum verabschiedeten.

 

Bunter Abend 2013

“ Die STEINZEIT “

DIN A 4 Plakat BA“ Die Evolution der Rheingeister “ „50 Jahre Rheingeister Hartheim „

So närrisch kann die Evolution sein Bericht von Otmar Faller – Badische Zeitung

Bunter Abend der Hartheimer Rheingeister begeistert Publikum.

Die „Evolution der Rheingeister“ war das Motto der diesjährigen Bunten Abende der Rheingeister, trotzdem standen natürlich die Ereignisse des letzten Jahres in allen Ortsteilen im Fokus beider Veranstaltungen. Insbesondere die Waschweiber haben mit ihrem Getratsche viele Neuigkeiten aus dem Dorfgeschehen genüsslich ausgeschlachtet und auch die Gebrüder Narr zogen wieder alle Register ihres Könnens und besangen interessante Ereignisse aus der großen und kleinen Politik, die das Publikum mit großer Begeisterung quittierte. Sogar Bürgermeisterin Kathrin Schönberger war dieses Jahr anwesend und holte die Gebrüder Narr, von denen sie in ihrem Programm mehr oder weniger „wohlwollend“ bedacht wurde, nach deren mit großem Beifall quittierten Auftritt persönlich von der Bühne ab.

Eröffnet wurde das närrische Geschehen mit einem Tanz der Zunftkinder, die – entsprechend dem Motto des Abends – in lustigen Kostümen verkleidet und einige mit Keulen bewaffnet, begeistert ihren von Melanie Braun und Renate Binninger einstudierten Tanz mit Bravour und schöner Choreografie vorführten. Einige Aktive, unter ihnen Obernarr Robi Schmidt oder der in Hartheimer als Urgestein der Hartheimer Fasnet bekannte „Egge“, simulierten als Urmenschen verkleidet den Zeitpunkt der Schöpfung bis eben zur Gründung der Rheingeister vor nunmehr 50 Jahren. Unter der närrischen Melodie „Rucki zucki“, gespielt von der Band Limmelight, gesellten sich in großer Anzahl die Mitglieder der nachträglich im Jahre 1982 gegründeten Rheingeisterzunft (Hästräger) dazu und gestalteten so zusammen mit den Aktiven auf und vor der Bühne und dem Publikum die erste Schunkelrunde.

Anschließend gehörte die Bühne dem „Hipp-Hopp“ Kinderballett, das mit einem feurigen Tanz, einstudiert von Barbara Kratt und Desirée Greinhofer, die Zuschauer begeisterte. Ein „super Tanz und ein super Ton“, lobte Sabine Thoma, Conferencier des Abends, die jungen Tänzerinnen und gab sich gespannt, wie denn die von ihr angesagten Steinzeit-Waschweiber (Joachim Schulz, Robi Schmidt und Alfons Ritzenthaler) damals wohl ihre Wäsche gewaschen haben.
Diese aber, zwar als Steinzeitmenschen verkleidet, waren gleich in der realen Welt zu Hause und plauderten über den jungen Mann, der im Urlaub in der Türkei ein paar moderne Schuhe kaufte und zu Hause leider feststellen musste, dass es „zwei Linke“ waren. Auch die Geschichte von dem Herrn aus Hartheim war ihnen bekannt, der sich beim Duschen wunderte, warum das Shampoo nicht schäumte und dieser hinterher feststellen durfte, dass er dieses aus Versehen mit Autopolitur verwechselt hatte. Im anschließenden Sketch hatte Baumeiter Bob (Franz Laible) mit seinen Hilfsarbeitern (Dave Ritzenthaler, Björn Diestelhorst) größte Schwierigkeiten, unter anderem das Hinweisschild „Betreten Verboten“ von der Decke abzuhängen, so dass es, trotz der „guten Ideen“ von Dave, zu grotesken Situationen kam. Zu keinerlei Schwierigkeiten kam es bei dem Auftritt der schon seit vielen Jahren bestehenden „Gruppe Hauser“. Alle Tänzerinnen und Tänzer, obschon als Steinzeitmenschen kostümiert, aber schon den „aufrechten Gang“ beherrschend, zeigten einen eindrucksvollen Tanz und richteten anschließend viele Genesungswünsche an ihren „Chef“ und Obernarr Alfons Hauser, der sich derzeit krankheitsbedingt in einer Rehaklinik aufhalten muss.
Bei der anschließenden Show „Chris und seine Jungs“, Titel: „Kampf der Titanen“ war es schwer einzuordnen, welcher Körper zu wem gehört. Das Rätsel löste sich erst, als Christian Link, auch mit seinem Spitznamen „Pfleschderer“ in Hartheim bekannt, sich mit seiner Assistentin Silke Schulz und seinen Kindern Felix und Niklas dem Publikum vorstellte.
Und dann kamen sie, die lange erwarteten Gebrüder Narr (Jörg Stoffel, Joachim Schulz, Robi Schmidt, Hubert Huslisti Alfons Ritzenthaler und am Keybord Egbert Ritzenthaler). Unbeschwert sangen sie über die Ereignisse in der großen Politik und auch die Bürgermeisterin, die auf dünnem Eis gehe und von einem Fettnapf in den anderen „gedappt“ sei, bekam, in närrische Verse gehüllt, ihr Fett weg. Dass „Kathrin“ sich anlässlich des Neujahrsempfangs um den Geburtenrückgang Sorgen machte, wurde mit folgendem Vers extra erwähnt: „Geburten gehen stark zurück. Kathrin findet’s nicht entzückt. Sie meint, macht doch den Fernseh’ aus und spielt doch lieber Katz und Maus“. Offensichtlich hat es der Bürgermeisterin selbst gut gefallen, sonst hätte sie die Gruppe wohl nicht extra persönlich von der Bühne abgeholt.

Alpenjodler und Jägerinnen

Ganz aus dem Häuschen waren vor allem die jüngeren Besucher, als die jungen Burschen der Rheingeister, gesanglich begleitet von den beiden Alpenjodlern Wolfgang Riesterer und Joachim Schulz, die Halle rockten und einen Alpenrocktanz, einstudiert von Anja Schmidt, auf die Bretter legten, der sich sowohl sehen als auch hören lassen konnte.
„Der Fuchs ist schlau und stellt sich dumm, beim Jäger ist es andersrum“. Um diesen Spruch und weiteres „Jägerlatein“ ging es anschließend bei den tiefsinnigen Gesprächen der Jägerinnen im tiefen Wald (Petra Grathwol, Ilona Ritzenthaler, Sabine Thoma und Doris Knobel), die allerlei aus ihrem Jäger-Dasein zum Besten gaben. Etwas flotter ging es weiter mit den „Power Show Girls, die mit ihrem schnellen Tanz in schrillem Outfit, einstudiert von „Camillo vom Fitnesspalast“, mit flinken Schritten über die Bühne wirbelten.
Das Finale wurde mit dem „Wilma-Tanz“, einstudiert von Melanie Braun und Lisa Wolf, eingeleitet. Es war ein Augenschmaus, als die elegant gekleideten jungen Damen über das Parket wirbelten. Farbenprächtig wurde von den Aktiven des Vereines mit dem anschließenden Finale nochmals die Evolution der Menschheit bis zur Gründung der Rheingeister nachgestellt. Alle Mitwirkende des Bunten Abends kamen auf die Bühne und wurden von der Moderatorin Sabine Thoma dem Publikum vorgestellt. Obernarr Robi Schmidt bedankte sich bei allen Beteiligten. Alle Akteure durften sich über die eigene Leistung und den verdienten Applaus freuen, bevor sie sich unter den Klängen der Partyband Limelight vom begeisterten Publikum verabschiedeten.